Mittwoch, 8. August 2012

Ver-strickt und zu-genäht! Guerilla Knitting im Kunstsommer Arnsberg

Verflixt und zugenäht! Unser Alltag ist zu grau, unsere Straßen zu fade, unsere Bäume zu nackt! Wir wollen nicht mehr diese öde Landschaft, wir wollen eine gestrickt geschmückte Umgebung, und gleichzeitig verstrickt sein! Das ist Kunst! Wir wollen Farben, wir verlangen Originalität! Unser pazifistischer Aufforderungsschrei und unsere Lieblingswaffe heißt: Guerilla Knitting! Na, was denken Sie jetzt? Versponnen? Und verstrickt?!


Rund um den Gutenbergplatz hat der ästhetische Angriff auf unseren grauen Alltag eingeschlagen. Ausgehend vom Handarbeitsladen Döhlemeyer haben sich – besonders auch im Pflegeheim „Haus zum Guten Hirten“ – viele fleißige Hände zusammengefunden, um weiche, bunte Kunstwerke aus Wolle zu fertigen. Diese schmücken nun an Laternen, Pfosten und Bäumen die Stadt und beleben unseren Alltag. Stadt, Natur und tägliches Leben werden durch sie miteinander versponnen.


Als „Streetart“ aus den Vereinigten Staaten entsprungen, sieht sich das Guerilla Knitting als ein künstlerisches Mittel zu protestieren – gegen die Eintönigkeit und Kälte in unseren Städten. Die alte Handwerkskunst wird nun als Kunstform entdeckt, die eine Aussage vermitteln kann. Die Werke befinden sich mitten im Lebensraum des Betrachters und haben so eine unmittelbare Wirkung. Sie erfreuen die Bürger und regen an zu Gedanken über unsere Lebenswelt – und wie wir sie gestalten möchten.

So haben die strickenden Bürger Arnsbergs eine neue Mode für unseren Alltag entworfen, die bunt, weich und individuell ist.

Vielen Dank an die fleißigen Strickhände und an alle Unterstützer für die prachtvollen Ergebnisse!

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