Montag, 9. August 2010

"From the other side..." - Ausstellung eröffnet


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Am Freitag war es endlich soweit. Die Ausstellung der Klasse Leiko Ikemura wurde unter dem Titel „from the other side…“ in der RWE eröffnet. Da ich im Vorfeld schon das ein oder andere im Kulturbüro über die Ausstellung mitbekommen hatte, wollte ich mir dieses Event natürlich nicht entgehen lassen. Also fuhr ich erwartungsvoll, wie viele andere, nach Arnsberg, um mir die Arbeiten der vier Studenten von der Universität der Künste Berlin anzusehen. Nach einem Sektempfang und einer Begrüßung von Frank Eikel, Leiter der RWE Netz AG für Südwestfalen/Sieg und Peter Kleine, Leiter des Kulturbüros, führten Prof. Leiko Ikemura, die Studierenden Robert Lanz, Lennart Grau, Kevin Kopacka und Kathrin Ueberholz vom Kulturbüro, einen Einführungsdialog, der einem die Idee der Ausstellung näher brachte. Der vierte Künstler im Bunde, Marius Goerner, war leider erkrankt und schon wieder in Berlin.


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Die Projekte der Ausstellung entstanden, wie die Studenten sagten, aus der Vorstellung heraus, ein Loch bis an die andere Seite der Erde zu graben. Im Fall von Arnsberg wäre man so in Neuseeland herausgekommen. Da dieser Grundgedanke natürlich nicht umsetzbar war, erhielt der Titel durch die Verbindung von Natur und Künstlichkeit, von Innen und Außen, die in den Projekten zustande kommt, noch eine weitere Bedeutung. Er bezieht sich somit auch auf die andere Seite für uns alltäglicher Dinge, darauf, dass man sie anders benutzt und in einem anderen Licht sieht. Dabei spielen die Studenten unter anderem mit Erde, Licht, Schatten, verschiedenen Perspektiven und Bürokulissen. Die einzelnen Arbeiten sind miteinander verwebt und bilden somit ein großes Ganzes. Bei einem Rundgang zu den verschiedenen Exponaten, die draußen wie auch im Innern des RWE-Gebäudes zu finden sind, wurde der jeweilige Gedanke, der dahinter steckt von den Studierenden erläutert.


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Anschließend bestand die Möglichkeit gemeinsam zum Sauerland-Museum zu gehen, wo die Werke von Prof. Leiko Ikemura, der aktuellen August-Macke-Preisträgerin, ausgestellt werden. Zu sehen sind dort Malereien sowie Skulpturen, Skizzen und Fotografien. Frau Ikemura erklärte zu ihrer Arbeitsweise, dass sie die Kunst nicht mache, sondern einfach entstehen lasse, ohne von Anfang an den Ehrgeiz zu haben, dass sie etwas Großes erschaffen muss. Dies ist auch ein Teil ihrer Lebensphilosophie. Bei ihren Werken spielt Bewegung eine große Rolle und durch die unterschiedliche Nutzung der Ausstellungsräume sollen die Bilder auf richtige Weise zur Geltung kommen.Sich selbst sieht Frau Ikemura nicht als Meister oder ihren Studenten gegenüber als überlegen an. Sie will ihnen durch ihre Erfahrung lediglich dabei helfen ihre Sinne zu schärfen.

Die Finissage ihrer Ausstellung, bei der die Künstlerin auch selbst wieder anwesend sein wird, findet am 28.08.2010 um 18.30 statt.
Insgesamt war es ein schöner Abend mit interessanter Kunst, sympathischen Künstlern und tollen Gesprächen. Ansehen lohnt sich!

Bis bald,
Julia

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